Bleeding Edge Test

Bleeding Edge Test
Bleeding Edge Test

Bleeding Edge kommt zu einer Zeit, nachdem heldenbasierte Spiele wie Overwatch und DOTA ihre jeweiligen Genres so radikal verändert haben, dass es unzählige andere auch versucht haben, das zu erreichen. Keiner hat jedoch versucht, dieses herobasierte Konzept in eine andere Art von Spiel zu integrieren. Aber hier kommt der neueste Hack-and-Slash-Brawler von Ninja Theory ins Spiel. Ob das 4-VS-4-Konzept überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Bleedig Edge Test.

Die Stärken von Bleeding Edge

  • Bunte Besetzung von Helden
  • Cooles Level-Design
  • Kühnes, helles und farbenfrohes Design
  • Markante Grafik

Die Schwächen von Bleeding Edge

  • Wenig Inhalt
  • Begrenzt auf 60 fps
  • Wiederholt sich sehr schnell
  • Matchmaking kann sich unausgeglichen anfühlen

Die Charaktere

Bleeding Edge Test: Einige Charaktere
Einige Charaktere aus Bleeding Edge

Bleeding Edge besticht sofort durch seine farbenfrohen Charaktere. Da gibt es zum Beispiel Daemon - ein Ninja-Punk, der die Bande der digitalen Außenseiter gebildet hat, die als Bleeding Edge bekannt sind. Nachdem Daemon sich erfolgreich an denen gerächt hat, die für den Tod seiner Mutter verantwortlich waren, geht er den Weg der Erlösung. Aber um dorthin zu gelangen, muss er eine Armee von weiteren Helden rekrutieren.

Die Prämisse ist interessant, aber da Bleeding Edge in erster Linie ein Multiplayer-Erlebnis ist, gibt es keinen Story-Modus. Doch darüber hinaus zeichnet sich Bleeding Edge durch einen beeindruckenden Sinn für Stil in seinen Charakterdesigns aus. Daemons rot-blaue Baseballkappe mit weißen Hörnern einer Teufelsmaske mit goldenen Zähnen bietet einen angenehmen Zusammenprall der Kulturen. Ein anderer Held ist der südafrikanische Xhosa-Krieger Miko, der einen metallischen Widderschädel mit echten Widderhörnern trägt. Bisher gibt es elf solcher Helden. Doch Ninja Theory hat bereits den zwölften Charakter bestätigt: Mekko, ein trash-sprechender, krabbengehender Delphin, der einen Mech steuert.

Auf der kosmetischen Seite könnt ihr Charakter-Skins und Emotes erhalten. Ihr könnt auch euer Hoverboard anpassen, mit dem ihr euch im Spiel schneller fortbewegen könnt. Unser Board ist derzeit wie ein Messer geformt und hat leuchtend rosa Herzen, die aus dem Auspuff ragen. Ihr könnt Aufkleber hinzufügen und sogar eine vollständige Lackierung vornehmen.

Leider sind die Skins nicht wirklich überwältigend, da es sich bei den meisten um einfache Änderungen der Farbpalette handelt, aber es gibt einige einzigartige, die das Gesamtdesign eines Charakters ändern. Allerdings sind auch die besseren Skins zahm, besonders wenn man bedenkt, dass Spiele wie Overwatch mit ihren Skins alles geben.

Das Gameplay

Bleeding Edge Test: Das Gameplay
Das Gameplay von Bleeding Edge ist eigentlich simpel auber irgendwie doch komplex

Jedes Mitglied der Bleeding Edge verfügt über drei Spezialfähigkeiten und die Option, aus zwei Super-Moves zu wählen. Was die Grundfähigkeiten angeht, müsst ihr regelmäßig angreifen, ausweichen, parieren und springen. Ihr könnt euren Charakter auch mit Mods ausbauen. Ihr schaltet Mods frei, indem ihr aufsteigt, und die Mods können alles tun, von mehr Basisgesundheit bis hin zur Verbesserung einer bestimmten Fähigkeit eures Charakters. Zum Beispiel erhöht Daemons Flyer-Mod die Reichweite seiner Shuriken um 33%.

Im Grunde ist auch schon alles zum Gameplay gesagt. Und es hört sich alles einfach und simple an, doch in der Praxis braucht es einiges an Zeit bis man das System einwandfrei beherrscht.

Die Steuerung

Ninja Theory empfiehlt, mit einem Controller zu spielen, aber ihr könnt auch Tastatur und Maus verwenden. Wir haben beides getestet und es scheint beides für das Gameplay gleichermaßen geeignet zu sein. Ihr könnt auch problemlos verschiedene Eingaben für eure Tastatur oder euren Gamepad zuordnen.

Die Spielmodi

Bleeding Edge Test: Spielmodi
Bleeding Edge hat leider nur zwei Spielmodi

Bleeding Edge bietet nur zwei Spielmodi: Objective Control und Power Collection, die beide einfach, aber intensiv sind.

Ersteres ist im Grunde ein Riff von Domination, einem Spielmodus, der in fast jedem Ego-Shooter zu finden ist. Ihr müsst lediglich Ziele erfassen und für eine bestimmte Zeit halten. Es gibt drei Ziele auf der Karte, aber eine zufällige Anzahl von ihnen wird sofort aktiviert und sie bleiben für kurze Zeit aktiv. Ihr müsst strategisch festlegen, welche Punkte ihr haltet und welche ihr loswerden möchtet. Und während dessen erhaltet ihr auch Punkte für das Töten feindlicher Spieler.

Letzteres ist etwas komplizierter. Power Collection besteht aus zwei Phasen: Sammeln von Powerzellen und anschließend diese Powerzellen ausliefern. Während der ersten Phase müsst ihr die Karte nach der begrenzten Anzahl von Powerzellen durchsuchen. Wenn die zweite Phase beginnt, liefert ihr die Zellen einfach zu einem bestimmten Punkt.

Beide Spielmodi bieten viel Raum für Strategien und die Art und Weise, wie sie entworfen wurden, zwingt euch dazu, mit euren Teamkollegen zu kommunizieren, anstatt die Teams einfach zu einer allumfassenden Hack-and-Slash-Schlägerei zu zwingen. So sehr wir diese beiden Spielmodi auch mögen, sind es an der Zahl tatsächlich nur zwei Spielmodi die Bleeding Edge bietet. Wir hoffen wirklich, dass Modi folgen werden. Und es sollte wirklich einen einfachen Team-Death-Match-Spielmodus geben, für diejenigen die sich einfach Mal die Köpfe einschlagen möchten.

Die Levels

Bleeding Edge: Die Levels
Leider gibt es in Bleeding Edge nur vier Karten

In Bleeding Edge sind nur vier Karten verfügbar: Aquädukte, Boneyard, Jersey Sink und Skygarden. Was diese Karten wirklich zum Leben erweckt, abgesehen von den farbenfrohen Umgebungen, sind die vorhandenen Kartengefahren.

In Aquädukten könnt ihr von einem Elektrozaun geschockt werden. Auf dem Boneyard regnen in ungünstigen Momenten Vollraketen vom Himmel. Im Skygarden gibt es Öfen, die eure Hintern in Brand setzen. Und in Jersey Sink, dem schlimmsten Straftäter von allen, fahren zwei Züge durch das Zentrum, um euch platt zu Rollen.

Obwohl die Gefahren sicherlich frustrierend sind, lassen sie euch in eine Welt eintauchen, in der die Gefahren eure Interaktion mit der Umgebung verändern. Skygardens elegante rote Strukturen, üppiges Grün und blaue Teiche tauchen inmitten der gefährlichen Flammen der Karte auf. Und das verschmutzte Wasser und die korrodierten grünen Kammern der Aquädukte glitzern im Licht der blauen Elektrozäune.

Fazit

Bleeding Edge Test: Fazit
Bleeding Edge kann noch sehr gut werden

Bleeding Edge begeistert mit seinem Gameplay, seinen Karten und Charakteren, muss jedoch nach dem Start mehr Inhalte bereitstellen, um erfolgreich zu werden. Bleeding Edge ist ein eSport-Spiel im Entstehen, und was Ninja Theory tun muss, um dieses Spiel auf der Weltbühne voranzutreiben, ist, es wie eines zu behandeln.

Unsere größte Sorge ist, dass Ninja Theory auch noch an mehreren anderen Titeln arbeitet, und so etwas wie Bleeding Edge braucht ständige Aufmerksamkeit, um erfolgreich zu sein. Die Entwickler müssen den Fans zuhören, dieses Feedback konstruktiv anwenden und es über Jahre hinweg fortsetzen. Dies ist nicht die Art von Spiel, die nach einem Jahr verschwinden sollte. Wir möchten einige Ergänzungen auf Overwatch-Ebene  sehen. Ansonsten können wir uns nicht vorstellen, dass Bleeding Edge sehr lange relevant bleibt.

Unsere Wertung:

Bleeding Edge Test: Wertung 72%

Eure Meinung zu Bleeding Edge

Was haltet ihr von Bleeding Edge? Lasst es uns wissen...

Kommentare: 2
  • #2

    Flash (Freitag, 24 April 2020 19:48)

    Für das, was das Spiel ist und sein soll, macht es Spaß. Ich bin ein Fan der Punk-Stimmung und des künstlerischen Stils von Cel Shading. Das Gameplay ist mittelmäßig, aber wie gesagt, es ist gut für das, was das Spiel ist. Leider sehe ich mich in der Zukunft nicht dabei, aber ich hoffe, dass das Spiel gedeiht und sein eigenes Publikum aufbaut.

  • #1

    MOBA-Gamer (Freitag, 24 April 2020 19:22)

    Wunderschönes Spiel doch leider zu wenig verfügbarer Inhalt. Hat aber trotzdem viel Potenzial. Bin gespannt darauf, was in der Zukunft an Inhalt hinzugefügt wird. Bisher fühlt sich das Game fantastisch an. Aber wie geschrieben, der Inhalt ist halt ziemlich mau.