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Doom Eternal Test

id Software kehrt mit einem der intensivsten Shooter aller Zeiten zurück. In unserem Doom Eternal Test erfahrt ihr mehr über den gelungenen Ego-Shooter.

Doom Eternal Test
Doom Eternal Test

Wir haben gerade Doom Eternal beendet und sind noch immer ängstlich und dazu vollkommen erschöpft. Unsere Hände sind weich vom Schwitzen und die Knöchel knacken, wenn wir versuchen, eine Faust zu machen. Doom Eternal ist ein Fest des Überflusses. Übermaß an Sünde, Gewalt, Ausmaß, Geschwindigkeit und Lautstärke. Wir haben noch nie einen so intensiven und anspruchsvollen Shooter gespielt.

Doom Eternal ist die direkte Fortsetzung von Doom aus dem Jahr 2016. Doom Eternal wurde von id Software entwickelt und bietet die ultimative Kombination aus Geschwindigkeit und Kraft. Mit einem brandneuen Soundtrack von Mick Gordon kämpft ihr über Dimensionen hinweg, während ihr neue und klassische Dämonen mit mächtigen neuen Waffen und Fähigkeiten tötet.

Stärken von Doom Eternal

  • Die Levels sind abwechslungsreich und machen Spaß
  • Rhythmisches Gameplay in rasendem Tempo
  • Zwischensequenzen unterbrechen den Schwung nicht
  • Optisch umwerfend
  • Neue Feinde, Waffen und Fortschrittssysteme
  • Story bietet eine nette Mischung aus Humor und Nostalgie
  • Es macht immer noch Spaß, Dämonen auseinander zu reißen

Schwächen von Doom Eternal

  • Einige Plattformabschnitte sind frustrierend

Die Story

Wir brauchen nicht unbedingt eine Geschichte in einem Doom-Spiel, aber Eternal hat eine:

Die Geschichte beginnt mit einer Warnmeldung, dass die Hölle auf der Erde ausgebrochen ist und sich die Situation von Minute zu Minute verschlechtert. Es ist eure Aufgabe, die Wurzel dessen zu finden, was dies verursacht, und sie mit bloßen Händen zu zerreißen, um die Menschheit zu retten.

Soviel als Einleitung zu der Geschichte. Mehr möchten wir aus Spoilergründen nicht verraten. Und eigentlich ist es, das Gameplay, was ein Doom-Spiel ausmacht und mit diesem möchten wir uns etwas mehr auseinandersetzen.

Das Gameplay

Doom Eternal Test: Kampfszene
Doom Eternal: Kampfszene

Wenn sich Doom aus dem Jahr 2016 schnell und gewalttätig anfühlte, ist Doom Eternal wütend und unerbittlich. Es nimmt alles, was aus dem Ego-Shoooer-Genre bekannt ist, und alles, was ihr von den Klassikern der 90er Jahre geliebt habt, und würdigt beides, indem es die Tore für etwas Vertrautes und doch völlig Neues öffnet.

Die Spieler übernehmen wieder die Rolle des Doom Slayer, eines alten Kriegers, der aus der Ego-Perspektive gegen die dämonischen Kräfte der Hölle kämpft. Das Spiel setzt den Schwerpunkt auf die so genannten "Push-Forward"-Kämpfe und ermutigt den Spieler, Feinde aggressiv anzugreifen, um Gesundheit, Munition und Rüstung zu erlangen.

Der Spieler hat Zugriff auf verschiedene Schusswaffen wie die Kampfschrotflinte, die Superschrotflinte, die schwere Kanone, den Raketenwerfer, das Plasmagewehr, die BFG 9000 und die Ballista. Nahkampfwaffen wie eine Kettensäge, das Energieschwert "Crucible Blade" und eine einziehbare Armklinge, die "Doomblade" genannt wird, kann ebenfalls verwendet werden. Die Armklinge bietet die Möglichkeit für eine größere Auswahl an schnellen und gewalttätigen "Glory Kill"-Ausführungen, die zusätzliche Gesundheit verleiht. Die Super-Schrotflinte ist jetzt mit dem "Fleischhaken" ausgestattet, einem Fernkampfzubehör, das Feinde angreift und den Spieler auf sie schleudert und als Greifhaken fungiert, der sowohl in Kampfszenarien als auch in der Umgebungsnavigation nützlich ist. Die Rüstung des Doom Slayer enthält jetzt einen schultermontierten Ausrüstungswerfer mit der Fähigkeit, Granaten und Eisbomben zu werfen. Zusätzlich ist der Flammenrülpser ein Flammenwerfer, der die damit in Brand gesetzten Feinde dazu bringt, Rüstungsteile fallen zu lassen. Schließlich bringt das Töten von Feinden mit der Kettensäge zusätzliche Munition.

Es gibt viele Informationen, mit denen ihr Schritt halten müsst, aber jeder Kampf fühlt sich nahtlos an, Tempo und Intensität sind intakt, unabhängig von der Schwierigkeit, auf der ihr spielt. Wie in der traditionellen Art und Weise könnt ihr zu jedem Level zurückkehren, um alle verbleibenden Sammlerstücke zu jagen und Gegenstände zu verbessern.

Die Grafik und der Sound

Doom Eternal Test: DIe Optik
Doom Eternal Test: Das Spiel fasziniert auch mit seiner Optik

In Eternal besucht man viele verschieden Umgebungen, einschließlich der Hölle und den Planeten Mars, aber auch einige unerwartete Orte mit unterschiedlichen Architektur- und Farbpaletten. Wenn es in Doom Eternal Ausfallzeiten gab, dann deshalb, weil wir zwischen den Kämpfen stehen blieben, um das Ausmaß und die Majestät seiner Aussichten zu genießen.

Musikalisch ist der Shooter eine Evolution, keine Neuerfindung. Mick Gordon baut auf dem Doom 2016-Sound auf und singt Heavy-Metal-Refrains und insgesamt einen dunkleren, an Black Metal angrenzenden Vibe. Dies ist immer noch ein sehr vertrauter, energiegeladener, von Meshuggah inspirierter Sound, den wir lieben. Er hat einfach nicht so viel Neuland betreten, wie wir gehofft haben. Aber ohne Gordons charakteristischen Sound würde sich Doom Eternal leer anfühlen. Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil der Handlung, eine Unterströmung von Energie.

 

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Der Umfang

Doom Eternal Test: Schutzhelm
Doom Eternal Test

Wir haben 15 Stunden Doom Eternal gespielt, die Hauptkampagne beendet und die meisten Sammlerstücke und Upgrades gesammelt.

Das Beherrschen aller Waffen und das vollständige Verbessern eures Anzugs wird eine beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen, aber alles zu finden und die Hauptkampagne zu beenden, fühlt sich wie ein bloßer Anfang an. Sobald wir sahen, dass die Credits rollten, dachten wir bereits daran, einen höheren Schwierigkeitsgrad zu wählen und wieder zurückzukehren. Doom Eternal ermutigt euch, alles zu lernen, was der Shooter zu bieten hat.

Wenn überhaupt, erhöht Doom Eternal diese Erfahrung auf vielfältige Weise, indem es genau die richtige Menge an neuen Ergänzungen hinzufügt, um die Dinge in jedem Level frisch zu halten, entweder mit Bosskämpfen oder geheimen Herausforderungsräumen, wobei akribisches Level-Design alles zusammenhält.

Fazit

Doom Eternal Test: Brutalität
Doom Eternal kann richtig brutal sein

Doom Eternal ist nicht ganz so fokussiert wie sein Vorgänger, und manchmal steckt das Game in unnötigen Ergänzungen fest. Aber es beeinträchtigt nicht die Kernerfahrung, die so schwindelerregend ist. Doom Eternal ist eine größere, ehrgeizigere Version von Doom, und zum größten Teil macht das genau so viel Spaß, wie es sich anhört.

Doom Eternal erfindet sein eigenes Rad neu, ohne seine klassischen Grundlagen aufzugeben. Es hat all den blutigen Spaß, den wir von einem Doom-Spiel erwarten, und fügt eine Reihe neuer RPG-ähnlicher Elemente hinzu, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie brauchen. Dies ist ein Ego-Shooter, welchen man sich nicht entgehen lassen sollte.

Unsere Werung:

Doom Eternal Test: Wertung 93%

Bilder zu Doom Eternal

Eure Meinung zu Doom Eternal

Was haltet ihr von Doom Eternal? Lasst es uns wissen...

Kommentare: 2
  • #2

    Wolfi (Donnerstag, 16 April 2020 10:52)

    Es ist, als würde Doom aus dem Jahr 1992 diesem Doom die Hand schütteln.

    Ich stamme aus einer Generation von Kindern, die Todesangst vor pixeligen braunen Dämonen hatten, die Feuerbälle abschossen.


    Dieses Spiel vereint alles so gut miteinander und stellt jede Spielmechanik zum perfekten Zeitpunkt vor, damit ihr euch nicht verlaufen oder verwirrt fühlt.

    Die Waffen sind fantastisch, die Modifikationen machen es angenehm, die Kampagne macht Spaß.

    Wenn ihr Action mögt, bedeutet das, dass ihr hier keine Pause davon bekommt und dann plötzlich merkt, dass ihr 4 Minuten lang den Atem angehalten habt, weil es so intensiv war ...

    Ich habe jede Minute davon geliebt.
    Danke Id Software. Quake 2 Remake bitte!

  • #1

    Hauke Witt (Mittwoch, 15 April 2020 19:39)

    Ich persönlich mochte Doom Eternal überhaupt nicht. Ich habs einige Stunden angespielt und frustriert irgendwann ausgemacht und seitdem nie wieder angerührt. Ich finds zu schwer und frustrierend, selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad. Schwierige Sprungpassagen nach dem Trial und Error Prinzip, schwierig zu tötende Gegner (Merauder), Schwierigkeitsgrad in den "Arenakämpfen" zu hoch, ständige Munitionsknappheit durch erzwungenen Spielstil. Ganz ehrlich: das ist nicht mehr DOOM, das ist ein verkappter Taktikshooter und das mag und will ich nicht. Grafik und Sound sind aber Bombe. Das etwas Story aufgebaut wird, finde ich ebenfalls gut. Gerade Shadow Warrior II und Wolfenstein haben in der aktuellen Generation gezeigt, wie Oldschool Shooter zu sein haben und gerade Shadow Warrior II ist Doom Eternal von der Steuerungsmechanik, dem Spielstil und dem Umfang WEIT überlegen und selbst Doom 2016 empfinde ICH wesentlich besser, als Doom Eternal. Wobei das beste DOOM immer noch DOOM 3 ist^^! Aber naja, soll jeder, wie er will. Meins ist Doom Eternal jedenfalls nicht. Ich habe mir da echt mehr von erhofft und finde es zum Kotzen, daß man gezwungen wird auf eine bestimmte Art und Weise zu spielen. ID hätte da echt nicht experimentieren sollen.