Minecraft Test

Minecraft Test
Minecraft

Über das gesamte Spektrum der Spiele hinweg definiert das enorm erfolgreiche Minecraft eine eigene Kategorie. Es gibt keine Geschichte, kein bestimmtes Genre, keine Charaktere, keine dramatischen Zwischensequenzen und Grafiken, die als beeindruckend bezeichnet werden könnten. Stattdessen könnt ihr mit Minecraft die blockige Welt um euch herum mit euren digitalen Händen gestalten.

Wir spielen Minecraft seit 2010 und sind immer noch schockiert darüber, wie sehr sich das Spiel, im Laufe der Zeit, verändert hat und wie es sich weiterhin verändern wird. Wie sich dieses Game heute spielt, verraten wir euch in unserem Minecraft Test.

Die Stärken von Minecraft

  • Unendliche Welt und nahezu unendliche Möglichkeiten
  • Süchtig machendes Gameplay
  • Einfacher Onlinemodus
  • Lokaler Multiplayer-Modus
  • Zahlreiche Materialien zum Sammeln
  • Kultiges Design
  • Eine echte Sandbox

Die Schwächen von Minecraft

  • Keine Ingame-Tutorials
  • Einige Spielelemente fühlen sich unvollendet an

Das Gameplay und mehr

Minecraft Test: Das Gameplay
Das Gameplay von Minecraft bietet euch schier unbegrenzte Möglichkeiten

Wenn ihr zum ersten Mal spielt, betretet ihr Minecraft so hilflos und verwirrt wie ein neugeborenes Kind. Der einzige Unterschied ist, dass ihr (noch) nicht weint und euer Standardcharakter nicht nackt ist. Zu eurer Verfügung stehen euch nichts als eure Hände und ein leeres Inventar, und die Nacht naht mit all ihren Schrecken.

In dieser Welt ist euer einziger Vorteil gegenüber der feindlichen Umgebung die Fähigkeit zu bauen. Wenn ihr also nicht sterben wollt, braucht ihr Schutz. Wenn ihr Schutz sucht, müsst ihr Materialien sammeln, indem ihr die Landschaft um sich herum abbaut. Erde, Felsen und Bäume zerfallen in verschiedene Würfel, die ihr im Legostil wieder zusammensetzen könnt. Wenn ihr Materialien schneller sammeln möchtet, müsst ihr Werkzeuge herstellen, für die Materialien in speziellen Konfigurationen entweder in eurem Inventar oder auf einer speziellen Werkbank angeordnet werden müssen. Wenn ihr nicht jedes Mal, wenn die Sonne untergeht, in einem dunklen Loch kauern möchtet, baut ihr besser ein schöneres Haus. Wenn ihr nicht verhungern wollt - und ja, Hunger ist eine Spielmechanik -, lernt ihr besser, wie man Essen findet und zubereitet.

Aber Minecraft ist weit entfernt von einer leeren, homogenen Welt. Die prozedural erzeugte Landschaft wird in Biome mit eigenen Ökosystemen und Mineralien zerlegt. Das endlose Angebot an gemeinsamen und seltenen Materialien, mit denen gebaut werden kann, ist sowohl ein Ausgangspunkt für Kreativität als auch ein integrierter Anreiz zum Erkunden. Wenn ihr in die Savanne stolpern, findet ihr Akazienbäume mit wilden Pferden und wenig Regen. Wölfe können in der kalten Taiga gefunden und gezähmt werden. Die gesamte Landschaft ist von Bergen, Tälern, Wäldern und Ozeanen durchzogen.

Die meisten Kreaturen, die ihr in der Wildnis von Minecraft trefft, sind von freundlicher, kuscheliger Art. Einige, wie Schweine und Kühe, können geschlachtet werden, um Nahrung zu liefern, und die meisten können zur Zucht gezähmt werden. Aber auch Zombies, Skelette, Riesenspinnen und die explodierenden Creepers ziehen durch die Landschaft. Diese Kreaturen bedeuten für euch eine Bedrohung, deswegen müsst ihr auf Trab sein, damit ihr euch und eure Gebäude schützen könnt.

Die jüngsten Aktualisierungen von Minecraft haben sich mehr darauf konzentriert, die Fähigkeiten und Statistiken im Spiel zu verbessern. Fähigkeitspunkte und mystische Zutaten können in Verzauberungen und Tränke umgewandelt werden, mit denen ihr fliegen, mehr Schaden verursachen oder unter Wasser atmen könnt. Diese werden definitiv mehr den abenteuerlustigen, hartgesottenen Spieler und weniger den eher architektonisch veranlagten Gamer ansprechen.

Die Grundregel von Minecraft ist, dass man für alles arbeiten muss. Selbst das Herausfinden der spezifischen Handwerksrezepte oder das Verwandeln von rohem Schweinefleisch in gekochtes Schweinekotelett erfordert mehrere Schritte und verschiedene Ressourcen. Ihr könnt versuchen, diese Rezepte selbst herauszufinden oder aber ihr recherchiert im Internet und verzichtet somit auf das aufwändige Experimentieren.

Die Zufriedenheit von Minecraft beruht wirklich auf euren Wunsch, die Ziele zu erreichen, die ihr euch selbst gesetzt habt. Aber selbst das Setzen dieser Ziele kann für manche eine Herausforderung sein. Nicht jeder möchte sich einen Entwurf für ein Gebäude ausdenken oder sich die Zeit nehmen, Online-Foren zu besuchen, um zu lernen, wie man deutsche Architektur des 19. Jahrhunderts mit Minecraft-Würfeln nachbildet.

Ihr werdet in Minecraft nicht viel von einer Geschichte finden. Obwohl das Spiel ein "Ende" hat, ist es eher eine Gelegenheit, seltene Materialien zu ernten und beendet euer Spiel nicht wirklich. Spieler, die einen zufriedenstellenden Charakterbogen suchen, sollten sich eher Dragon Age: Inquisition anschauen, und diejenigen, die filmische Action benötigen, würden Rise of the Tomb Raider besser schätzen. Was Minecraft jedoch bieten kann, ist die Kulisse für unvergessliche Momente, wie den Sonnenaufgang von der Spitze eures neu fertiggestellten Turms aus oder die Zeit, in der ihr euch in einer Höhle mit einem Inventar voller seltener Mineralien verirrt habt und sich den Weg nach draußen erkämpfen müsst.

Die Spielmodi

Minecraft Test: Die Spielmodi
Minecraft bietet zwei Spielmodi

Minecraft bietet zwei Spielmodi. Der Survivalmodus ist mehr darauf ausgerichtet, Feinden auszuweichen sowie mit dem zu bauen, was man finden kann, und die überraschend schöne Landschaft zu erkunden. Der Kreativmodus befreit euch von der Schwerkraft und bietet eine Palette aller Blöcke und Gegenstände im Spiel, sodass Sie auf einfache Weise enorme architektonische Erfolge erzielen könnt. Dies ist eines der größten Probleme des Spiels, nämlich dass alles Zeit braucht. Ihr werdet Stunden damit verbringen, Materialien zu sammeln, und dann Stunden damit, etwas aus diesen Materialien zu bauen. Es ist gleichzeitig sehr kreativ, doch kann auch etwas langweilig werden.

Die Multiplayerfunktion

Minecraft Test: Der Multiplayer
Die Multiplayerfunktion von Minecraft kann der Spielspaß enorm erhöhen

Minecraft wird wirklich lebendig, wenn ihr und eure Freunde anfängt, zusammenzuspielen. Sobald ihr euch regelmäßig anmeldet, um zu sehen, was erstellt wurde, und eure Ressourcen gemeinsam nutzt, wird sich die Rückkehr zu eurem Einzelspieler-Modus wahrscheinlich geradezu einsam anfühlen.

Jede Einzelspieler-Welt kann per Knopfdruck in ein Multiplayer-Spiel verwandelt werden, vorausgesetzt, alle Spieler befinden sich im selben Netzwerk. Es ist eine kostenlose und bequeme Möglichkeit, eure Kreationen mit Freunden zu teilen oder schnell ein Spiel im LAN-Party-Stil zu veranstalten.

Um mit weit entfernten Spielern zu spielen, müsst ihr euren eigenen Spieleserver verwalten oder den Hosting-Service von Mojang namens Minecraft Realms nutzen. Wir wissen aus Erfahrung, dass das Hosten eines Minecraft-Servers im besten Fall frustrierend sein kann. Realms hingegen ist erstaunlich einfach. Erstellt einfach ein Realms-Konto, wählt den gewünschten Kartentyp aus - entweder eine traditionelle Minecraft-Karte oder eine Minispielkarte - und ladet bis zu 20 Freunde ein, um mit diesen gemeinsam zu spielen.

Fazit

Minecraft Test: Fazit
Minecraft ist ein Muss für diejenigen die Kreativität schätzen. Aber auch Survival-Fans kommen nicht zu kurz.

Minecraft ist ein Spiel, bei dem ihr beispielsweise ein Schloss mit 60 Zimmern bauen könnt, das geheime Durchgänge, eine Bibliothek, eine Alchemiekammer, eine Porträtgalerie, einen unterirdischen Wald, einen Lavakronleuchter und ein Portal zu einer Höllen-Dimension enthält. Es ist ein Spiel, welches euch beinahe unendlich lange beschäftigen kann.

Minecraft ist intuitiv interessant und ansteckend lustig, mit einem beispiellosen Spielraum für Kreativität und unvergessliche Erlebnisse.

Unsere Wertung:

Minecraft Test: Wertung 98%

Eure Meinung zu Minecraft

Was haltet ihr von Minecraft?

Lasst es uns wissen...

Kommentare: 0