Predator: Hunting Grounds Test

Predator: Hunting Grounds Test
Predator: Hunting Grounds Test

Die außerirdischen Krieger aus den Predator-Filmen sind unwiderstehlich für Videospiele ausgerüstet. Diese furchterregenden Jäger sehen nicht nur beeindruckend aus, sondern verfügen auch über eine Vielzahl denkwürdiger Geräte, darunter ihr optisches Tarnsystem, schultermontierte Plasmacaster und - im schlimmsten Fall - selbstzerstörende Atomwaffen. Spieler kämpfen seit den NES-Tagen entweder gegen den Predator mit dem Käfergesicht oder übernehmen die Rolle von ihm. IllFonic hat sich der Herausforderung gestellt, diese außerirdische Rasse in Form eines asymmetrischen Mensch-gegen-Raubtier-Shooters zu schaffen. Wie gut dieses Vorhaben gelungen ist, verraten wir euch in unserem Predator: Hunting Grounds Test.

Die Stärken von Predator: Hunting Grounds

  • Eine starke Kernidee
  • Ein gutes Fortschrittssystem
  • Jede Menge Items zum Freischalten
  • Solides Stealth-Action-Gamplay
  • Gute asymmetrische Multiplayer-Formel
  • Sieht aus und fühlt sich an wie der Predator-Film
  • Momente echter Spannung

Die Schwächen von Predator: Hunting Grounds

  • Zu wenige Karten
  • Nur ein Spielmodus
  • Schwache KI
  • Der Predator fühlt sich zu schwach an
  • Die Grafik ist veraltet

Das Gameplay

Predator: Hunting Grounds Test - Das Gameplay
Das Gameplay von Predator: Hunting Grounds ist simpel, kann aber nur bedingt überzeugen

Das Spielprizip von Predator: Hunting Grounds ist ziemlich einfach. Vier Spieler übernehmen die Rolle einer Militäreinheit, die in einen Dschungel geschickt wird, um eine verdeckte Operation durchzuführen. Egal, ob ihr ein Ziel ausschalten müsst, einen Drogenring hochnehmen oder etwas in die Luft jagen sollt, ihr erledigt euren Job und ruft einen Hubschrauber zur Extraktion. Währenddessen übernimmt ein fünfter Spieler die Rolle des titelgebenden Predators, während er mühelos das Gebiet durchquert und die anderen vier Spieler mit fortschrittlicher Alien-Technologie jagt. Der einzige Weg für das Fireteam, um zu gewinnen, besteht darin, seine Mission zu beenden und vor dem Predator zu fliehen oder diesen zu töten. Der Predator muss seinen Preis beanspruchen und alle vier Mitglieder des Fireteams töten.

Falls ihr euch für die Seite der Soldaten entscheidet, solltet ihr wissen, dass euer vierköpfiges Fireteam in der Lage ist, den außererdischen Eindringling niederzuschlagen, vorausgesetzt, ihr arbeitet zusammen und nutzt eure überlegene Zahl. Das Raubtier kann mehr Feuerkraft als das Lagerhaus einer Feuerwerkfabrik haben, aber es blutet immer noch. Und wenn es blutet, heißt es, dass ihr es töten könnt. Aber ihr müsst es zuerst finden.

In der Predator-Überlieferung fühlen sich die Kreaturen von Hitze und Konflikten angezogen. Wenn ihr euch mit den KI-Gegnern beschäftigt, ist euer Fireteam keiner wirklichen Gefahr ausgesetzt. Es fühlt sich an, als ob die KI-gesteuerten Feinde  mit verherrlichten Nerf-Kanonen ausgerüstet sind. Die wirkliche Gefahr geht mit dem Geräusch einher, das ihr erzeugt, wenn ihr das Feuer erwidert. Jeder Schuss, den ihr macht, kann dem Raubtierspieler eine visuelle Fackel senden, wenn er zufällig in die richtige Richtung schaut. Diese Spannung ist spürbar, besonders wenn ihr zufällig das Knurren des Außerirdischen hört, während es euch beobachtet.

Wenn ihr auf der menschlichen Seite spielt, beschäftigt ihr euch mit den KI-Gegnern und dem Raubtier aus der Ego-Perspektive. Das Raubtier kann den Kampf in einer Third-Person-Perspektive erleben, was euch einen kleinen Vorteil verschafft, wenn ihr diese Rolle spielt. Es passt zur verbesserten Wahrnehmung der Kreatur, die durch ihre Infrarotsicht weiter verbessert wird. Wenn diese Option aktiviert ist, könnt ihr die Welt nach Hitzewallungen absuchen, die potenzielle Ziele bedeuten. Zu lernen, was menschlich und was KI ist, ist Teil der Herausforderung. Sobald wir den Dreh raus hatten, liebten wir es, uns auf den Kampfstil des Raubtiers einzulassen. Wenn ihr zu früh angreift, riskiert ihr, zu früh entdeckt zu werden. Der Predator ist zwar beeindruckend, aber nicht unverwundbar. Ein fokussierter Trupp kann euch kurzer Hand erledigen, wenn ihr schlampig spielt. Stattdessen müsst ihr lernen, wann ihr angreifen müsst. Der Trick ist, geduldig, aber hartnäckig zu sein.

Um die Rolle des Raubtiers in den Griff zu bekommen, muss man etwas lernen, und leider lernt ihr das Meiste in Live-Spielen. In einem kurzen Tutorial lernt ihr zwar die Grundlagen des Bewegens durch den Dschungel, aber über die Kampffähigkeiten erfahrt ihr nur wenig. Das ist eine Schande, denn der Kampf gegen ein schlecht akklimatisiertes Raubtier macht keinen Spaß. es verwandelt eine normalerweise angespannte Konfrontation in eine unbeabsichtigte Komödie - und endet normalerweise mit einem toten Predator. Und es macht noch weniger Spaß, wenn ihr zufällig dieser tote Predator seid. Auf der anderen Seite hatten wir eine tolle Zeit, als wir gegen Spieler angetreten sind, die die Raubtier-Fähigkeiten voll ausnutzten.

Der Umfang

Predator: Hunting Grounds Test - Der Umfang
Der Umfang von Predator: Hunting Grounds ist eher überschaubar

Das Raubtier bekommt in der Kosmetikabteilung insgesamt ein besseres Angebot. Der Standardcharakter sieht gut aus und mit den Anpassungsoptionen können ihr Maske, Rüstung, Hautmuster und -farbe, Dreadlocks und mehr ändern. Menschen haben vergleichsweise wenig Möglichkeiten, abgesehen von einer Menge überwältigender Waffen. Die Kosmetik ist rein optional und es ist keine Mikrotransaktion in Sicht, aber insgesamt sind die Beutekisten nicht aufregend.

Interessanter sind die anderen Freischaltungen, zu denen neue Waffen, Vergünstigungen und Klassenarchetypen gehören. Wir hatten eine anständige Zeit damit, verschiedene Builds zu entwickeln und mit einem reinen Anti-Raubtier-Loadout zu experimentieren, bevor wir uns schließlich für eine eher unterstützende Rolle entschieden, die dazu beitragen sollte, unser Team am Leben und gut bewaffnet zu halten. Diese Flexibilität hilft dabei, die Action auf dem neuesten Stand zu halten, aber mit nur einer Handvoll Karten und nur einem echten Spielmodus ist es schwierig, nicht das Gefühl zu bekommen, dass ihr nach ein paar Dutzend Spielen alles gesehen habt, was es zu sehen gibt.

Die Grafik

Der Predator ist der Star der Show, wobei fast jedes Element seines Designs und Arsenals liebevoll nachgebildet wurde. Den menschlichen Charakteren ergeht es dagegen nicht so gut. Insgesamt weist Predator: Hunting Grounds eher eine schwache Technik auf. Die Grafik und die Animationen erreichen gerade so den Durchschnitt. Im Jahr 2020 wird von einem Spiel, aus der technischen Sicht, einfach viel mehr erwartet.

Fazit

Predator: Hunting Grounds Test - Fazit
Wenn es darum geht, den Film von 1987 zu imitieren, macht Predator: Hunting Grounds viel Spaß, hat aber nicht wirklich etwas darüber hinaus zu bieten

Auf dem Papier fühlt sich Predator: Hunting Grounds wie eine perfekte Videospieldarstellung des Franchise an. Illfonic Games bietet ein neues asymmetrisches Multiplayer-Erlebnis, das die Formel intelligent verfeinert. Doch trotz eines soliden Kerns gibt es immer noch einige raue Stellen, die das Spiel davon abhalten, ein absoluter Pflichtkauf zu werden.

Unsere Wertung:

Predator: Hunting Grounds - Wertung 66%

Eure Meinung zu Predator: Hunting Grounds

Was haltet ihr von Predator: Hunting Grounds? Lasst es uns wissen...

Kommentare: 1
  • #1

    Kozak (Montag, 04 Mai 2020 19:20)

    Das Spiel macht auf jeden Fall Spaß und bietet euch auf jeden Fall die beste Erfahrung als Predator. Obwohl es an einigen Inhalten mangelt, kostet das Spiel auch keine 60 €. Zumal noch mehr Inhalte kommen sollen. Das Gunplay ist relativ einfach, also nichts zu intensiv, aber trotzdem lustig. Es macht immer noch Spaß, als menschlicher Spieler zu spielen, aber seien wir ehrlich, in diesem Spiel geht es darum, als Predator zu spielen, und das macht richtig Spaß.

    Es gibt auch Mängel: Schlechte feindliche KI, mangelnde Spielvielfalt, einige etwas klobige Mechaniken und ein paar andere Ecken und Kanten, die poliert werden müssen, bevor dieses Spiel wirklich glänzt. Solange Illfonic dieses Spiel weiter verfeinert und mit neuen Karten, Spielmechaniken und Balancing-Optimierungen unterstützt, denke ich, dass es für eine gute Zeit vor dem Bildschirm sorgen kann.